Hautkrebsvorsorge in Rheinbach
Videodermatoskopie
Mit der Videodermatoskopie dokumentieren wir Ihre Haut digital: als Ganzkörperkartierung, mit Detailaufnahmen einzelner Muttermale und mit KI-Unterstützung. So lassen sich Veränderungen später Bild für Bild vergleichen.
- Methode
- Videodermatoskop mit Hautkartierung und KI-Unterstützung
- Durchführung
- Durch Ärztinnen und Ärzte
- Abrechnung
- Privat-/Selbstzahlerleistung
Kurz erklärt
Die Videodermatoskopie ergänzt die reguläre Dermatoskopie. Mit einem FotoFinder-Videodermatoskop fotografieren wir die Haut und einzelne Muttermale digital und speichern die Bilder in Ihrer Akte. Bei einer späteren Untersuchung legen wir die neuen Aufnahmen neben die früheren und sehen, ob sich ein Muttermal verändert hat.
Dazu gehören die Ganzkörperkartierung, die Fotodokumentation auffälliger Stellen und der Verlaufsvergleich einzelner Muttermale. Zusätzlich liefert die KI-Software AIMEE eine automatische Einschätzung der Aufnahmen. Sie ist eine Unterstützung: Beurteilung und Entscheidung liegen bei den Ärztinnen und Ärzten.
Die Untersuchung steht allen Patientinnen und Patienten zur Hautkrebsvorsorge offen. Die gesetzliche Hautkrebsfrüherkennung mit der regulären Dermatoskopie bleibt davon unberührt: Die Videodermatoskopie kommt als private Zusatzleistung hinzu.
Wann kann eine Videodermatoskopie sinnvoll sein?
- Viele Muttermale, bei denen Veränderungen über die Zeit nachvollzogen werden sollen
- Hautkrebs oder auffällige Muttermale in der eigenen oder familiären Vorgeschichte
- Einzelne Muttermale, die beobachtet werden sollen, ohne sie sofort zu entfernen
- Wunsch nach einer besonders gründlichen, dokumentierten Hautkrebsvorsorge
Was kann die Untersuchung zeigen?
Die Videodermatoskopie kann unter anderem folgende Hinweise liefern:
- Eine Bildbasis Ihrer Haut, mit der spätere Veränderungen sichtbar und vergleichbar werden
- Hinweise darauf, welche Muttermale weiter beobachtet oder abgeklärt werden sollten
- Eine KI-gestützte Zweiteinschätzung der Aufnahmen, die in die ärztliche Beurteilung einfließt
- Ob eine dermatologische Abklärung oder Entfernung einzelner Hautstellen sinnvoll ist
So läuft die Videodermatoskopie ab
- 1
Anamnese besprechen
Sie schildern neue oder veränderte Hautstellen sowie Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Zeigen Sie gern Stellen, die Ihnen selbst aufgefallen sind.
- 2
Haut kartieren und fotografieren
Wir dokumentieren die Haut am ganzen Körper und nehmen auffällige Muttermale mit dem Videodermatoskop im Detail auf.
- 3
Auswerten
Ärztinnen und Ärzte beurteilen die Aufnahmen. Die KI-Software AIMEE unterstützt die Einschätzung, ersetzt sie aber nicht.
- 4
Besprechen und Kontrolle planen
Wir besprechen den Befund mit Ihnen und legen fest, ob und in welchem Abstand Sie zur Kontrolle kommen. Das richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf.
Ablauf und Vorbereitung
- Eine besondere medizinische Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich.
- Kommen Sie möglichst so, dass die Haut gut untersucht und fotografiert werden kann, und weisen Sie auf Hautstellen hin, die neu sind oder sich verändert haben.
- Die Videodermatoskopie ist eine Privat-/Selbstzahlerleistung. Die Kosten erfragen Sie bitte vorab bei uns.
- Bei akuten, schnell veränderten oder blutenden Hautstellen warten Sie nicht auf einen Kontrolltermin, sondern nehmen Sie zeitnah ärztlichen Kontakt auf.
Grenzen und nächste Schritte
Auch die Videodermatoskopie kann Hautkrebs nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen. Neue oder sich verändernde Hautstellen sollten Sie unabhängig vom Kontrolltermin ärztlich zeigen.
Die KI-Einschätzung ist eine Unterstützung, keine Diagnose. Bei Verdacht stellt erst die feingewebliche Untersuchung einer entnommenen Probe die endgültige Diagnose; die weitere Abklärung erfolgt bei Bedarf durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Dermatologie.
Die Studienlage zur Ganzkörperfotografie ist überwiegend beobachtend. Ein Nutzen ist vor allem für Menschen mit erhöhtem Risiko untersucht; für die Software AIMEE selbst kennen wir keine unabhängige Validierungsstudie.
Antworten zur Videodermatoskopie
Was ist der Unterschied zur Dermatoskopie?
Bei der Dermatoskopie beurteilen Ärztinnen und Ärzte die Haut mit einem Auflichtmikroskop. Die Videodermatoskopie fügt eine digitale Dokumentation hinzu: Ganzkörperkartierung, Aufnahmen einzelner Muttermale, Verlaufsvergleich und KI-Unterstützung.
Wer führt die Untersuchung durch?
Ärztinnen und Ärzte führen die Untersuchung durch und beurteilen die Aufnahmen.
Was macht die KI AIMEE?
Die Software wertet die Aufnahmen automatisch aus und liefert den Ärztinnen und Ärzten eine zusätzliche Einschätzung. Die Beurteilung und die Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen weiterhin die Ärztinnen und Ärzte.
Kann die Videodermatoskopie Hautkrebs sicher ausschließen?
Nein. Kein Verfahren kann Hautkrebs mit absoluter Sicherheit ausschließen. Neue oder sich verändernde Hautstellen sollten Sie deshalb unabhängig vom Vorsorgetermin ärztlich zeigen.
Wie oft sollte ich zur Kontrolle kommen?
Das richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf, zum Beispiel nach der Zahl Ihrer Muttermale und Ihren Risikofaktoren. Den Abstand legen wir nach der Untersuchung mit Ihnen fest.
Wer kann die Videodermatoskopie in Anspruch nehmen?
Die Untersuchung steht allen Patientinnen und Patienten zur Hautkrebsvorsorge zur Verfügung.
Wer übernimmt die Kosten?
Die Videodermatoskopie ist eine Privat-/Selbstzahlerleistung und wird zusätzlich zur regulären Dermatoskopie angeboten. Ob eine private Versicherung die Kosten erstattet, hängt von Ihrem Tarif ab. Die Kosten erfragen Sie bitte vorab bei uns.
Bleibt die gesetzliche Hautkrebsvorsorge bestehen?
Ja. Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren unter den geltenden Voraussetzungen weiterhin Anspruch auf die Hautkrebsfrüherkennung mit der regulären Dermatoskopie.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. Jan Görtzen-Patin
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